Yousef

Wieso nicht mal zu Fuß nach Kuba.

In Credo der Woche, Leben und so., Literarisches Roulette on 03/06/2009 at 22:23
Kleine Schritte, Große Ziele

Kleine Schritte, Große Ziele

Geduld ist nicht jedermanns Sache. Viele haben geradezu Schwierigkeiten damit, auf ein Ergebnis zu warten. Gewollt wird alles, jetzt und hier auf der Stelle. Ein enger Vertrauter der Geduld ist die Gelassenheit. Die beiden kennen sich von klein auf und sind auf die selbe Schule gegangen. Sie ergänzen sich hervorragend und sind auch unternehmerisch aktiv. Es ist gemeinhin bekannt, das die eine nur ungern ohne die andere ist und so findet man sie stets im Paket. Es halten sich hartnäckig die Gerüchte darüber, dass die beiden sogar Kinder haben. In den Zeitungen ist von neumodische Namen die Rede: „Hope“, „Love“ oder „Peace“. Sicher heißt eines von ihnen auch „Klaus“. Aber das ist eine andere Geschichte.Es gibt dieses eigenartige Konzept und es bringt Konsum und Leistung in einen angeblich sinnvollen Zusammenhang. Ohne Leistung kannste dir nix leisten, ohne Arbeit kein Konsum. Manche haben diesse Fähigkeit sich diesem Diktat einfach zu entziehen, in dem sie einfach nicht arbeiten und somit auch weniger konsumieren, oder in dem sie einfach kaum konsumieren und somit auch viel weniger arbeiten müssen.

Das ist ungefähr das Gegenteil von der Spezies, die wie besessen arbeitet um noch besessener zu konsumieren. Da wird geschuftet bis die Tage verblüht sind und man ist zu fertig um die Früchte der Nacht zu genießen. Denn der nächste Tag setzt früh zum blühen an und da man ja ein chronischer Tage-Verblühen-Lasser ist, arbeitet man schon, bevor der Tag seine prächtige Knospe zückt. Die Nacht ist da nur die metaphorische Steckdose, um das Fleischgerät ab und an mal wieder aufzuladen. Da wurde bei Nokia gelernt: Am besten ist es, das Ding immer bis zum Schluss leer werden zu lassen, um es dann voll  aufzuladen. So hält der Akku länger. Nur das Fleischgerät blöderweise nicht. Und um den ganzen Schmerz zu ertragen betäubt man sich im kolossalen Konsum.

Irgendwann ist halt Zeit mal einen Strich zu machen. Den lieben Gott einen guten Mann sein und Fünfe gerade sein lassen. Für manche früher, für manche später und für manche nie. Denn auch das gehört zu dem Weg dazu: Die Pause. Das Durchatmen. Der Genuß, zurückzuschauen und den bereits erreichten Meilenstein wertzuschätzen. Hier ist der wahre Wert, die große Herausforderung von Geduld und Gelassenheit: Den Augenblick anerkennen zu können. Ihn überhaupt wahrzunehmen. Sich von „gleich“ und „eben“ zu lösen und das „jetzt“ dazwischen zu finden.

Das alles ist natürlich längst bekannt, nichts neues und jedem, der das hier liest, schon längst klar. Doch manchmal hilft es mir, auszusprechen, dass es nicht immer Fullspeed sein muss um schneller anzukommen, da ja der Weg an sich auch nicht immer der Todfeind ist, den es schnellstmöglich zu überwinden gilt. Genauso wenig hilft Stillstand wiederum, um irgendwo anzukommen.  Trumpf ist (mal wieder) die goldene Mitte, das tolle Geschöpf. Daher mein Credo der Woche

KW 23 & 24/2009: „Es sind kleine Schritte, die uns großen Ziele näher bringen.“

In diesem Sinne. Hallelujah.

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  1. Amen.

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