Yousef

Ein Bild zum Mitnehmen.

In Credo der Woche, Leben und so., Literarisches Roulette on 06/07/2009 at 09:15

regenSo ein Tag beginnt mit Sonne und am Ende regnet es aus Kübeln. Die Erwartungshaltung macht uns einen Strich durch Gelassenheit, denn wenn der Tag mit Sonne anfängt, dann soll er gottverdammtnochmal auch mit Sonne aufhören.  Dieser Umstand ist wohl sinnbildlich für ein großes Thema in diesem Leben: Demut.

Demut ist ein Wort, das häufig aus der Perspektive einer Unterwürfigkeit genutzt wird, doch darum geht es mir nicht. Vielmehr geht es mir um folgende Deutung:  Demut als Ergebenheit, die in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten liegt. Wow, starker Tobak für Montag morgens, doch falls jemand im Dauerzustand geistig degenerierten Schaffens verhaftet ist (bitte jetzt kurz überprüfen), tut es manchmal ganz gut, auch über angeblich komplizierte, manchmal auch augenscheinlich klischeehafte und niemals eindeutige Thesen zu stolpern.

Zurück zum Thema. Mir wurde mal in einer sehr interessanten Runde folgendes vorgebetet. „Herr, gib mir die Kraft Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann.“ – Wer mich kennt, weiß, dass ich christiliche, islamische oder sonstwie weltreligiöse Verhaltensweisen in den seltensten Fällen gut heiße, doch dieser einfache Spruch hat es in sich. Birgt er doch die schlussendliche Erkenntnis, dass es manchmal keine ander Wahl gibt, als sich dem Schicksal zu stellen, ja, es stützt sich auf das Konzept von „Schicksal“, dem man sich ergibt, wo wir wieder beim Thema Demut wären. Nichtsdestotrotz schafft er Raum für das eigene Handeln, für die Grundlage der Idee, das man ja auch seines eigenen Glückes Schmied ist. Ich finde diese Balance sehr treffend, denn vieles wäre mir leichter gefallen, hätte ich einfach verstanden, dass man – wenn überhaupt – grundsätzlich nur jene Dinge beeinflussen kann, die noch vor einem liegen. Die Vergangenheit ist perfekt, denn sie lässt sich aus Prinzip nicht ändern.

Da draußen die Sonne scheint und ich diesen Augenblick genießen möchte, nutze ich daher nun die vortreffliche Ausdruckskunst des Jahrhundertkomikers Karl Valentin, um zu formulieren, was diese Woche eine schöne mentale Begleitung meines agilen Schaffens zu werden scheint:

KW 28/2009:  „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“

Advertisements
  1. Ich liebe dich!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: