Yousef

Dumm ist nur, wer dummes tut.

In Credo der Woche, Leben und so., Leinwandzauberei on 24/01/2010 at 20:37

Lieutenant Dan hat die gemeinsame Shrimpkohle in Apple Aktien investiert

Auch Forrest Gump geschaut am Samstag abend? Zum achtzehnten Mal? War wieder ein Erlebnis. Ich wollte ihn eigentlich nicht sehen, aber ich konnte einfach nicht wegschalten. Und dadurch wurde mir erneut klar, dass es ein Film ist, der besser wird, mit jedem mal, den man ihn sieht. Besonders sensible Teile meiner Persönlichkeit werden angesprochen von dieser naiven Mentalität des Protagonisten, der ohne Zweifel an Richtigkeit und ohne ständige Orierntierung an seinem eigenen Vorteil immer auf der Gewinnerseite landet. Was für eine wundervolle Botschaft……in einer Zeit, die das Auseinanderdriften zweier Paradigmen prägt: Einerseits die im globalisierten Netz entstehende soziale Kooperation (Creative Commons, Open Source, Wisdom of the Crowd) und andererseits die internationale Eskalation der Gier (Ressourcenkontrolle, Militärische Macht, Politischer Einfluss) als treibende Kraft auf einem langsam dahindarbenden Planeten.

In solchen Zeiten besucht uns Mr. Gump nicht rein zufällig auf der großen Bühne und auch wenn man dem Momentum dieses Hollywood-Schinkens seinen (reichlichen) Pathos entzieht, bleibt noch etwas interessantes – eine einfache Idee übrig, die ais der Heimat gelernt ist und beschreibt, dass jeder die Chance hat, seine Wünsche zu erfüllen.

Und weil Forrest ganz naiv Bubbas Wunsch erfüllt, den Shrimpkutter gekauft und den Sturm bezwingt, seinem Glück vertraut und auch seinem Freund, dem Lieutenant Dan, weil der wiederum Apple Aktien kauft und Forrest treu bleibt (weil der ihm immer treu gewesen war), wird er zumindest mit allem Geld belohnt, dass sich so mit viel Gier und all seinen Möglichkeiten nie verdienen konnte.

Am wunderschönsten wird diese Geschichte immer dann, wenn sie traurig und ausweglos scheint, weil das dunkelste Kapitel (Einsamleit), der Verzweiflung ihren Namen schenkt, bevor erst der naivste Umgang mit dem Schicksal (Ergebenheit+ Zuversicht) eine neue, großartige Chance erzeugt, sich mit genau diesem Schicksal zu versöhnen. Anders gesagt: Wer die Dinge nimmt, wie sie kommen, der teilt sie mit denen, die er hat. Und nur wer jemanden hat, hat den Luxus die Dinge zu teilen. Und nur wer teilt, was er besitzt, der ist zu wahrem Reichtum fähig.

Und demnach ist mein Credo für diese Woche:

KW 04/2009: „Wer teilt, verweilt.“

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